Moderne & Gegenwart

geb. 1931 · Op Art

Bridget Riley

Riley begann mit Schwarz-Weiß-Bildern, deren Muster im Auge zu flimmern beginnen. Seit den späten 1960er-Jahren arbeitet sie mit Farbstreifen und Kurven; ihre Bilder entstehen nach präzisen Studien, oft mit Assistenz ausgeführt.

Nicht gemeinfrei — Abbildung nur beim Museum

Herkunft
London, England
Warum er zählt
Sie machte die Wahrnehmung selbst zum Bildinhalt — das Bild passiert im Auge des Betrachters, nicht auf der Leinwand.
Farben
Zunächst reines Schwarz-Weiß, später abgestufte Türkis-, Ocker-, Rosa- und Grüntöne.
Techniken & Material
Emulsion und Acryl auf Leinwand oder Platte, exakt vorgezeichnete Kurven, Streifen und Punktraster; Wandmalerei.
Wo zu sehen
Tate London, National Gallery London (Wandarbeiten), MoMA New York.

Hauptwerke von Bridget Riley

Movement in Squares

1961 · Tempera auf Hartfaser

Ein Schachbrett, das zur Mitte hin einzustürzen scheint.

So sieht es aus

Schwarz-weiße Quadrate, die nach rechts immer schmaler werden, bis die Fläche wie ein Knick wirkt.

Rechte: Bridget Riley / Arts Council Collection

Fall

1963 · Emulsion auf Hartfaser

Wellenlinien, die beim Betrachten körperlich zu vibrieren beginnen.

So sieht es aus

Dicht gestaffelte schwarze Kurvenlinien auf Weiß, nach unten enger werdend.

Rechte: Bridget Riley / Tate

Current

1964 · Synthetische Polymerfarbe auf Hartfaser

Titelbild der Ausstellung „The Responsive Eye“, die Op Art bekannt machte.

So sieht es aus

Parallele Wellenlinien in Schwarz auf Weiß; die Fläche scheint zu strömen.

Rechte: Bridget Riley / MoMA

Nataraja

1993 · Öl auf Leinwand

Farbrhythmus statt Schwarz-Weiß-Flimmern; benannt nach dem tanzenden Shiva.

So sieht es aus

Schräge Farbparallelogramme in Türkis, Violett, Orange und Grün, die sich überlagern.

Rechte: Bridget Riley / Tate

Achæan

1981 · Öl auf Leinen

Streifenbild aus der Ägyptenreise-Phase, Farben nach altägyptischen Malereien.

So sieht es aus

Senkrechte Streifen in Ocker, Türkis, Rot und Blau, gleichmäßig, aber nie regelmäßig wiederholt.

Rechte: Bridget Riley