Moderne & Gegenwart

1882–1967 · Amerikanischer Realismus

Edward Hopper

Hopper arbeitete lange als Illustrator, bevor seine Bilder Anerkennung fanden. Er malte Tankstellen, Diner, Hotelzimmer, Kinos — Orte des Durchgangs, meist mit einer oder zwei stillen Figuren.

Nicht gemeinfrei — Abbildung nur beim Museum

Herkunft
Nyack, New York
Warum er zählt
Er fand die Bildsprache für moderne Einsamkeit; Film, Fotografie und Werbung zehren bis heute von seinen Lichtsituationen.
Farben
Kühles Nachtgrün, Kadmiumgelb der Kunstlichtflächen, Ziegelrot, Schattenviolett.
Techniken & Material
Öl auf Leinwand, streng gebaute Kompositionen nach vielen Vorzeichnungen, harte Licht-Schatten-Kanten.
Wo zu sehen
Whitney Museum New York, Art Institute of Chicago, MoMA New York.

Hauptwerke von Edward Hopper

Nighthawks

1942 · Öl auf Leinwand

Vier Menschen in einem nächtlichen Diner, ohne sichtbare Tür.

So sieht es aus

Große Glasfront, gelbes Kunstlicht auf die leere dunkle Straße fallend, drei Gäste und ein Kellner in Weiß.

Rechte: Art Institute of Chicago

Morning Sun

1952 · Öl auf Leinwand

Eine Frau auf dem Bett, ins Morgenlicht blickend.

So sieht es aus

Rosafarbenes Kleid, kahle Wand, ein Rechteck Sonnenlicht auf dem Bett, dahinter Backsteinfassaden.

Rechte: Columbus Museum of Art

Automat

1927 · Öl auf Leinwand

Frau allein mit einer Tasse Kaffee in einem Automatenrestaurant.

So sieht es aus

Runder Tisch, dunkles Fenster, in dem sich zwei Lampenreihen ins Schwarze verlieren; grüner Mantel, gelber Hut.

Rechte: Des Moines Art Center

Gas

1940 · Öl auf Leinwand

Eine Tankstelle am Waldrand in der Abenddämmerung.

So sieht es aus

Drei rote Zapfsäulen, ein Mann in Hemd und Weste, dahinter beginnt dunkler Wald; letztes Tageslicht am Himmel.

Rechte: MoMA

Early Sunday Morning

1930 · Öl auf Leinwand

Eine leere Ladenzeile im ersten Sonnenlicht.

So sieht es aus

Langgestreckte Backsteinfassade mit Ladenfronten und Markisen, lange Schatten von links, kein Mensch zu sehen.

Rechte: Whitney Museum of American Art