Moderne & Gegenwart

1898–1967 · Surrealismus

René Magritte

Magritte arbeitete zunächst als Werbegrafiker, was seine klare, plakative Malweise prägt. Er malte gewöhnliche Dinge — Pfeifen, Hüte, Äpfel, Wolken — und brachte sie in Beziehungen, die das Denken kurzschließen.

Nicht gemeinfrei — Abbildung nur beim Museum

Herkunft
Lessines, Belgien
Warum er zählt
Er stellte die Frage, wie Bild, Wort und Wirklichkeit zusammenhängen. Ohne ihn wäre die Konzeptkunst kaum denkbar.
Farben
Nüchternes Himmelblau, Grau, Grün, Fleischton; alles gleichmäßig ausgeleuchtet.
Techniken & Material
Glatte Ölmalerei ohne sichtbaren Pinselduktus, illustrative Präzision, Wort-Bild-Kombinationen.
Wo zu sehen
Musée Magritte Brüssel, MoMA New York, LACMA Los Angeles, SFMOMA.

Hauptwerke von René Magritte

La trahison des images

1929 · Öl auf Leinwand

„Ceci n'est pas une pipe“ — das Bild einer Pfeife ist keine Pfeife.

So sieht es aus

Eine braune Pfeife auf hellem Grund, darunter in Schulschrift der widersprechende Satz.

Rechte: Succession Magritte / LACMA

Le fils de l'homme

1964 · Öl auf Leinwand

Selbstporträt als Mann, dessen Gesicht verdeckt bleibt.

So sieht es aus

Mann in Mantel und Melone vor Mauer und Wolkenhimmel, vor dem Gesicht schwebt ein grüner Apfel.

Rechte: Succession Magritte

L'empire des lumières

1954 · Öl auf Leinwand

Tag und Nacht im selben Bild, ohne dass es zunächst auffällt.

So sieht es aus

Heller Mittagshimmel mit weißen Wolken über einer nächtlichen Straße mit einer einzelnen Laterne.

Rechte: Succession Magritte / MRBAB

Golconde

1953 · Öl auf Leinwand

Regen aus identischen Männern über einer Vorstadt.

So sieht es aus

Dutzende Männer mit Melone schweben gleichmäßig verteilt vor Häuserfassaden und blassblauem Himmel.

Rechte: Succession Magritte / The Menil Collection

Les amants

1928 · Öl auf Leinwand

Ein Kuss durch Stoff — Nähe und Trennung zugleich.

So sieht es aus

Zwei Köpfe in weiße Tücher gehüllt, aneinandergelehnt vor grauer Wand und rotem Vorhang.

Rechte: Succession Magritte / MoMA